29Mai/20

Mein Lernziel im Corporate Learning MOOCamp 2020: Was habt Ihr erreicht?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das MOOCamp 2020 ist schon wieder vorbei. Über 1.100 TeilnehmerInnen haben sich in den vergangenen Wochen angemeldet. Viele haben aktiv beigetragen, sich zu den Live-Sessions eingewählt, sind den Moderationen der gastgebenden Unternehmen ZF Friedrichshafen, Porsche, Viessmann und QualityMinds gefolgt, haben diskutiert und kommentiert. In der Abschlusswoche haben wir zurückgeschaut.

Einige TeilnehmerInnen haben noch einmal ihre persönlichen Lernziele betrachtet und ihre Erfahrungen und Eindrücke der letzten sechs Wochen in Kommentaren und Blogposts festgehalten. Dabei fiel zum Beispiel auf, dass vor allem die Arbeit in den Lerngruppen, die sich in den ersten Tagen des MOOCamps selbstorganisiert gebildet hatten, Vernetzung und Austausch sehr unterstützt haben. Ihre Mitglieder waren jedenfalls auch in dieser Schlusswoche noch sehr präsentiert – und hoffentlich wird man einige von ihnen in den regionalen Corporate Learning-Communities demnächst wiedersehen.

Hier einige Stichworte aus den Lernzielreflexionen der TeilnehmerInnen: agiles Lernen, didaktischer Methodenkoffer, Zielgruppe „Handwerker“, Tools, selbstgesteuertes Lernen. Alles weitere verschiebe ich auf die „offizielle“ Rückschau, die es sicher in den nächsten Tagen noch auf colearn.de geben wird.
Jochen Robes, Corporate Learning Community, 25. Mai 2020 

29Mai/20

Virtual reality and augmented reality: overhyped or new industry standard?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wenn ich die einzelnen Statements dieses Artikels zusammenfasse, kommt heraus: Wenn wir Virtual Reality einmal ganz selbstverständlich im Alltag nutzen, wird es auch ein fester Baustein unserer Lernumgebungen. Aber davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Das unterstreichen auch die Zahlen des amerikanischen 2019 Training Industry Reports: „1.6 percent of training is delivered with AR; 1.9 percent of training is delivered with VR.“ 

Die Möglichkeiten, die VR und AR bieten, sind indes unbestritten, und die Autorin zählt eine breite Palette in ihrem Artikel auf. Und auch wenn ihre Sympathien offenliegen, bleibt ihre Vorhersage offen: „As for VR/AR, eventually it’ll either go mainstream making the decision less difficult or it’ll fade into the night like other technologies making it pointless to implement. I’m crossing my fingers I’ll have an AR eyepiece in the next few years.“
Celeste Martinell, Chief Learning Officer, 29. Mai 2020

Bildquelle: Hammer & Tusk (Unsplash)

28Mai/20

Online-Proctoring – Interview mit Stefanie Schweiger zu digitalen Prüfungsformaten

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich weiß gar nicht, ob es eine schöne Übersetzung für „Online-Proctoring“ gibt. Mal ist von „Online-Prüfungsaufsicht“, mal von „Fernprüfungen“ die Rede. Und oft bleibt der Begriff einfach so stehen. Das Interview gibt jedenfalls eine gute Übersicht über verschiedene Optionen der Fernprüfung: Live Proctoring, Prüfungsaufzeichnung, Gesichtserkennung.

Des Weiteren geht es um die Herausforderungen und Fragen, die mit dem Einsatz dieser Verfahren verbunden sind. Die interviewte Expertin, Stefanie Schweiger, hat am openHPI, einem der deutschen MOOC-Anbieter, natürlich ständig mit Fragen zu digitalen Prüfungsformaten zu tun. Aber im Zeichen der Corona-Krise muss sich heute jede Hochschule darüber Gedanken machen, wie sie ihre Prüfungen – im Kern geht es vor allem um Klausuren – organisiert. 

Jetzt kann man zu Recht das Prüfungsformat „Klausuren“ hinterfragen (und Stefanie Schweiger tut dies auch zu Beginn des Gesprächs: „Was ist überhaupt eine zeitgemäße Prüfung? Geht es darum, auswendig gelernte Inhalte zu reproduzieren oder Kompetenzen zu demonstrieren?“). Es gibt auch online Formate wie die Präsentation oder das Gespräch, die dem genannten Ziel, Kompetenzen zu demonstrieren, sicher näher kommen und weniger täuschungsanfällig sind. Aber sie sind als Verfahren um ein Vielfaches aufwändiger.

Das Hochschulforum Digitalisierung hat zum Thema kürzlich auch ein Interview mit Matthias Baume von der TU München veröffentlicht. Von ihm steht auch eine ausführliche Präsentation („Prüfungen von zuhause aus. Geht das?“) online zur Verfügung.
Gino Krüger, Interview mit Stefanie Schweiger, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 26. Mai 2020

Bildquelle: Sergey Zolkin (Unsplash)

28Mai/20

Move to Online Learning: 12 Key Ideas

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich habe gerade wieder einmal einer ganzen (!) Folge von „Feierabendbier Open Education“ gelauscht, dem Podcast von Markus Deimann und Christian Friedrich. Darin gehen sie ausführlich auf diesen Artikel von Dave Cormier ein, der irgendwie durch meine Netze gefallen ist. Dave Cormier, das nur am Rande, hat 2008 zum ersten Mal von einem „MOOC“ gesprochen und gilt seitdem als Urheber des Begriffs.

Und weil die Punkte wirklich sehr interessant sind und jetzt sowohl von Dave Cormier selbst als auch den Feierabendbier-Podcastern erläutert werden, führe ich sie an dieser Stelle gerne auf:
„1. Moving to teaching on the internet is not a technology problem (unless you make it one) …
2. Moving to the internet is about understanding information abundance …
3. Complicated vs. complex concepts on the internet …
4. Learning to evaluate good/bad information on the internet is a core skill in any field. …
5. Pedagogies of care (for students and teachers) …
6. Think of ‘content’ as ‘teacher presence’ …
7. Keep it simple …
8. Keep it equitable and accessible …
9. Keep it engaging …
10. Design activities for what the web can do for you. …
11. Gather resources together… together …
12. Last note: If you’re helping someone else …
Dave Cormier, Dave’s Educational Blog, 17. Mai 2020

Bildquelle: Giulia Forsythe (via Dave’s Educational Blog)

28Mai/20

[publication] COVID-19 Epidemic as E-Learning Boost? Chronological Development and Effects at an Austrian University against the Background of the Concept of “E-Learning Readiness” #covid19 #tugraz

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

My first research article as a team member of Graz University of Technology is a research article concerning the situation of COVID-19 titled „COVID-19 Epidemic  as E-Learning Boost? Chronological Development and Effects at an  Austrian University against the Background of the Concept of “E-Learning  Readiness”. It’s really inspiring to be part of such a smart and commited Educational Technology team who did such a great job, not only but especially in the crazy first weeks of COID19 crisis in Austria.

Abstract:
The COVID-19 crisis influenced universities worldwide in early 2020. In Austria, all universities were closed in March 2020 as a preventive measure, and meetings with over 100 people were banned and a curfew was imposed. This development also had a massive impact on teaching, which in Austria takes place largely face-to-face. In this paper we would like to describe the situation of an Austrian university regarding e-learning before and during the first three weeks of the changeover of the teaching system, using the example of Graz University of Technology (TU Graz). The authors provide insights into the internal procedures, processes and decisions of their university and present figures on the changed usage behaviour of their students and teachers. As a theoretical reference, the article uses the e-learning readiness assessment according to Alshaher (2013), which provides a framework for describing the status of the situation regarding e-learning before the crisis. The paper concludes with a description of enablers, barriers and bottlenecks from the perspective of the members of the Educational Technology department.

Website Future Internet

[full article @ ResearchGate][full article @ journal’s homepage]

Reference: Ebner, M.; Schön, S.; Braun, C.; Ebner, M.; Grigoriadis, Y.; Haas, M.;  Leitner, P.; Taraghi, B. COVID-19 Epidemic as E-Learning Boost?  Chronological Development and Effects at an Austrian University against  the Background of the Concept of “E-Learning Readiness”. Future Internet 2020, 12, 94.

27Mai/20

Lockdown oder Disruption? 10 Thesen zur Zukunft der Bildung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Einstieg: „Aus unserer Sicht spricht vieles dafür, dass wir gerade einen digitalen Paradigmenwechsel im Bildungssystem erleben: …der Schalter bleibt auf „digital“.“ Die 10 Thesen, die das mmb-Team im Folgenden präsentiert, liefern die Argumente und sind ein erster Versuch, die Erfahrungen der letzten Wochen zu bilanzieren. Einige Thesen standen schon vor der Corona-Krise im Raum, andere haben sich gerade aus der jüngsten Online-Praxis heraus entwickelt. Manche lesen sich sehr selbstverständlich, manche regen die Fantasie und das Mutmaßen an (zumindest bei mir). Einen Punkt habe ich gleich etwas hervorgehoben. Spannend und offen!

1.    Von 3 auf 100 in sechs Wochen. …
2.    „Content is King – Pedagogy is Queen“: Digitale Didaktik ist anders und neu. …
3.    Upskilling der Lehrenden ist DER kritische Faktor. …
4.    EdTech wird erwachsen. Und v.a. einfach(er). …
5.    Online => Standard / Präsenz => Premium. …

„Wenn auf der einen Seite digitale Bildung zum Mainstream wird, dann könnte man in Analogie zu anderen Sektoren (wie z.B. dem Handel oder der Musikindustrie) davon ausgehen, dass auf der anderen Seite das Live-Erlebnis – sprich das Präsenzlernen – immer mehr zum Premium-Ereignis wird. Für langwierige Fakten-Folienvorträge wird künftig kaum mehr jemand bereit sein, ihr oder sein halbes Wochenende im Schulungsraum zu opfern, das kann genauso gut oder besser im Webinar oder WBT erfolgen. Für das intensive „Boot-Camp“ hingegen, in dem gemeinsam mit anderen praktische Aufgabenstellungen gelöst und relevante Expertise aufgebaut wird, lohnt sich die Reise an einen gemeinsamen Lernort.“

6.    Klassische Weiterbildungsanbieter kommen massiv und nachhaltig unter Druck. …
7.    Blended Schools & Universities?! …
8.    Die E-Learning Branche profitiert (nicht). …
9.    KI meets Education! …
10. Neue Lernertypen und Kompetenzen. …

Wie gesagt, eine interessante Aufzählung, in der sich viele wichtige Stichworte und vor allem viele Perspektiven (Bildungspolitik, Anbieter, Lehrende, Lernende) wiederfinden. Die Diskussion ist eröffnet …
Ulrich Schmid, Lutz Goertz und Lutz Michel, LinkedIn/ pulse, 27. Mai 2020

Bildquelle: Changbok Ko (Unsplash)

27Mai/20

The mindset of a lifelong learner

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Schaubild, das diesen Artikel begleitet, beschreibt das lebenslange Lernen als einen Zyklus: „learn, do, unlearn — learn, do, rest — learn, do, unlearn — repeat.“. Und ich hatte gehofft, in diesem Artikel etwas mehr über das „unlearn“ zu erfahren, das ja häufiger in Vorträgen und Präsentationen zum Thema auftaucht. Was könnte das sein? Etwas vergessen, okay. Seine Meinung ändern, auch okay. Aber „unlearn“ als aktiver, gesteuerter Prozess? Das bleibt für mich ein Rätsel. Aber ich lasse mir gerne helfen! Der Artikel leistet es leider nicht. Und enthält auch ansonsten nur sehr oberflächliche Appelle.
Keith Keating, Chief Learning Officer, 26. Mai 2020

Bildquelle: Keith Keating/ Greg Cira Designs

26Mai/20

VHS im Wohnzimmer

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ein Plakat auf einer Litfaßsäule, keine hundert Meter von meinem Zuhause entfernt. Vielleicht schaue ich in den nächsten Tagen mal bei einem der Angebote der Frankfurter VHS vorbei … oder einer anderen VHS.
Hier noch schnell der Link auf das Angebot der Frankfurter Volkshochschule auf der seite „Die VHS im Wohnzimmer“ …

26Mai/20

Überblick über 8 Webinar-Formate – und wie man sie erfolgreich gestaltet

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Videokonferenzen gehören ja seit einigen Wochen zum Alltag vieler. Mal steht „Lehre“ oder „Kurs“ im Kalender, mal „Jour Fixe“, manchmal auch „Workshop“. Nele Hirsch ist jetzt hingegangen und hat – sehr pragmatisch – acht Webinar-Formate unterschieden, kurz beschrieben und mit Erfolgskriterien versehen.

Die von ihr vorgestellten Formate lauten: 1. Input, 2. Kennenlernen/ Gruppenbildung, 3. Austausch, 4. Meeting/ Socializing, 5. Podiums-Diskussion, 6. Coaching/ Support, 7. Workshop/ Hands-on, 8. Lightning-Talks.

Ihr Fazit:
„1. Webinare lassen sich sehr vielfältig gestalten. Was und wie gestaltet wird, muss ausgehend von der jeweiligen Lernsituation entschieden werden.
2. Ein (Online)-Lernprozess besteht in der Regel nicht nur aus einem Webinar. Auch inputorientierte Formate können auf diese Weise z.B. als ein Bestandteil von zahleichen weiteren Elementen zu einem kollaborativen und zeitgemäßen Lernen im Online-Kontext genutzt werden.
3. Auch wenn die Funktion von manchen Formaten aus dem Präsenz-Kontext bekannt ist, so ist doch oft eine veränderte Vorbereitung/ Gestaltung erforderlich.“
Nele Hirsch, ebildungslabor, 25. Mai 2020

Bildquelle: Gabriel Benois (Unsplash)