07Dez/18

Mein Wochenausklang: Lernen mit Work Hacks

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Vor einigen Tagen war ich auf einer Konferenz in Frankfurt, der „digital excellence“. Eine schöne Location, interessante und kompetente Expert*innen, viele Stichworte, die ich nicht immer auf dem Radar habe, wenn es um Digitalisierung geht. Und trotzdem hatte ich alle Themen schon mal gehört, so dass die großen „Aha“-Erlebnisse ausgeblieben sind. Mit einer Ausnahme.

Die Firma sipgate („Business-Telefonie in der Cloud“) hatte an exponierten Stellen der Konferenz ein Buch ausgelegt, das man im Vorbeigehen mitnehmen konnte. Der Titel: „24 Work Hacks … auf die wir gerne früher gekommen wären“. Ein schöner Titel, ein schönes Buch, also eingesteckt und geblättert. Die Work Hacks werden auf jeweils einer Doppelseite vorgestellt. Mit tollen Fotos aus dem Arbeitsalltag von sipgate und kurzen Texten, die die Work Hacks und ihre praktische Umsetzung vorstellen. Nur am Rande: Ich kannte sipgate vor der Konferenz noch nicht, war jetzt kurz auf ihrer Webseite und habe dort gesehen, dass sie 2004 gegründet wurden und heute mit über 150 Mitarbeiter*innen im Düsseldorfer Hafen angesiedelt sind.    

Der rote Faden dieser Work Hacks ist auch schnell klar: „2010 haben wir angefangen, agil nach Scrum zu arbeiten. Wenig später haben wir Lean für uns entdeckt. … Dieses Buch zeigt, was wir dabei gelernt haben und was wir für wichtiger als den Kickertisch halten. Lasst euch nicht vom Augenfälligen ablenken: Der Kicker ist Beiwerk. Achtet auf die darunter liegenden Werte. Vertrauen, Eigenverantwortung und Respekt entscheiden das Spiel.“

 

 

Die Work Hacks des Buches sind bunt, reichen von „Alles vollkleben“ bis „Pairing“, von „Demo“ bis „Peer Recruiting“. Eigentlich, und deshalb sind diese Work Hacks so faszinierend, decken sie alle das Thema „selbstorganisiertes Lernen in Teams“ ab! (und kommen, by the way, ganz ohne die Stichworte „online“ oder „Online-Lernen“ aus!) Open Fridays zum Beispiel (Nr. 01) sind alle zwei Wochen stattfindende BarCamps. Viele Formate – Stand-Ups (04), Demo (09), Retrospektiven (10, und die EINE  Sache, die man den Autor*innen zufolge in jedem Fall aus diesem Buch mitnehmen sollte!), Communities (15), Offenes Haus (23) – dienen unmittelbar dem Erfahrungsaustausch. Eine Fundgrube für jede Personalentwicklung, die überlegt, wie sie sich dem Thema „agile Werte- und Kompetenzentwicklung“ nähern kann!

Natürlich gibt es auch den Work Hack Nr. 18, „Kein Fortbildungsbudget“, der sich direkt der Weiterbildung widmet. Das Foto zeigt überraschenderweise eine riesige Bücherwand und wir erfahren: „2015 haben wir 12.000 Euro für Bücher ausgegeben …“. Aber dann lese ich: „Die Weiterbildungen sucht sich jeder selbst aus. … Eine Bedingung für Fortbildungen gibt es übrigens doch: Man muss das neu gewonnene Wissen weitergeben.“

Wie gesagt, alle 24 Work Hacks haben aus meiner Sicht mit Lernen zu tun. Workplace Learning, vernetztes Lernen, agiles Lernen. Das Buch kann man käuflich über die Webseite von sipgate erwerben. Dort gibt es auch einen kleinen Teaser. Und den Hinweis auf eine aktuelle Version des Buches: „18 Work Hacks … für leane und agile Personalarbeit“  

Bildquelle: sipgate, https://www.sipgate.de

07Dez/18

Digitalisierung und hochschuldidaktische Weiterbildung: Eine Kritik

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Ich habe mir viele Stellen in diesem Text von Gabi Reinmann angestrichen (der Anhang zum Blogpost!). Hier meine Summary: In der Diskussion um die Digitalisierung der Hochschullehre kann es, so Gabi Reinmann, nicht darum gehen, Lehrende einfach „fit“ für den digitalen Wandel zu machen. Das würde an der Oberfläche bleiben und tiefergehende Veränderungen – sie nennt hier eine fortschreitende „Algorithmisierung und Personalisierung, Vermessung und datenbasierte Verbesserung“ – nicht in den Blick bekommen.

Vor diesem Hintergrund sollte sich die didaktische bzw. wissenschaftsdidaktische Weiterbildung am Ideal einer Scholarship of Teaching bzw. Digital Scholarship orientieren. Was das genau beinhaltet und wie sie erreicht werden kann, bitte ich im Original von Gabi Reinmann nachzulesen. Aber die folgende, wie ich finde gut nachzuvollziehende Selbstbeobachtung möchte ich gerne noch mitnehmen:

„Selber schwanke ich bei meinen Beobachtungen und eigenen Erfahrungen zwischen Freude und Entsetzen: Freude über die didaktische Kreativität, die digitale Technologien früher wie heute anregen, und Entsetzen über die Bildungsfeindlichkeit so mancher 4.0-Ideen. Ich schwanke zwischen positiver Erwartung an eine gestärkte Wissenschaftsdidaktik auch dank zahlreicher Initiativen in der Lehre und großer Sorge vor einer umfassenden Instrumentalisierung von Bildung und Didaktik für außerwissenschaftliche Zwecke.“

Gabi Reinmann, in: J. Heider-Lang & A.Merkert (Hrsg.): Digitale Transformation in der Bildungslandschaft – ein mehrperspektivischer Zugang. Augsburg: Hampp (Preprint via Gabi Reinmann)

Bildquelle: George Pagan III (Unsplash)

07Dez/18

Qualifizierungsspecial „learning e-learning“: Kurseinheit zu Lehr-/Lernvideos startet am 10.12.2018

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Die vierte Kurseinheit im Rahmen des Qualifizierungsspecials „learning e learning“ widmet sich dem Thema „Videos für das Lehren und Lernen konzipieren – Gestaltungskonzepte für unterschiedliche Szenarien“. Die zwei-wöchige Themeneinheit startet am Montag, den 10.12.2018 und wird von einem (optionalen) Moodle-Kurs sowie zwei Online-Events begleitet. Alle E Learning-Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos, ein Einstieg ist jederzeit problemlos möglich.

06Dez/18

Companion robot trialled in Victorian classrooms

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es ist sicher nicht der letzte Artikel, der uns von „teaching robots“ berichtet. In diesem Beispiel ist es „Matilda“, die australische LehrerInnen im Unterricht unterstützen soll. Das Besondere: Matilda kann an die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der LehrerInnen angepasst werden. Die großen Sprünge im Vergleich zu Programmen mit Spracheingabe und -ausgabe oder virtuellen Assistenten wie Alexa sehe ich nicht, aber das kommt vielleicht noch.

„Matilda can recognise human voices and faces, detect emotions, read and recite text, dance, and play music,“ said La Trobe Research Centre for Computers, Communication and Social Innovation (RECCSI) research project manager Dr Seyer Mohammed Sadegh Khaksar.“
Campbell Kwan, ZD Net, 5. Dezember 2018

Bildquelle: Alex Knight (Unsplash)

 

06Dez/18

Beiträge gesucht: Beteiligen Sie sich am nächsten Themenspecial von e-teaching.org

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Mit der Frage „Digitalisierungspraktiken und Hochschulbildung – Sind wir auf dem richtigen Weg?“ befasst sich das nächste Themenspecial auf e-teaching.org. Hierzu suchen wir wissenschaftliche und praxisorientierte Beiträge. Das Themenspecial beginnt im April 2019 und ist diesmal mit einer zweitägigen Konferenz am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen verbunden.

06Dez/18

Drei Stellen im Projekt TPACK 4.0 der Tübingen School of Education ausgeschrieben

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Für das Projekt „TPACK 4.0 – interdisziplinäre, praxisorientierte und forschungsbasierte Förderung mediendidaktischer Kompetenzen von Lehrkräften“ der Tübingen School of Education werden drei akademische Mitarbeiter/innen gesucht. Zwei Stellen sind in einem Umfang von 80% und eine in Vollzeit mit einer Befristung bis zum 31.10.2020 ausgeschrieben. Eine Bewerbung ist noch bis zum 31. Dezember 2018 möglich.

05Dez/18

Ein offener Brief: MILLA, Schulcloud und das offene Netz

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Noch eine Rückmeldung zu MILLA, dem „Modularen Interaktiven Lebensbegleitenden Lernen für Alle”, der CDU. Wobei Christian Friedrich und Bernd Fiedler ausschließlich die Konzeptidee einer zentralen Bildungsplattform aufnehmen und ihr die Leitideen der Wikimedia Deutschland gegenüberstellen. Der Satz „Es gibt bereits eine Plattform für lebenslanges Lernen: das offene Netz“ bringt es sehr schön auf den Punkt.

Die Autoren des Bildungskonzepts MILLA sind übrigens inzwischen selbst in die Diskussion eingestiegen und haben auf einige Fragen geantwortet.
Christian Friedrich und Bernd Fiedler, Wikimedia Deutschland/ Blog, 30. November 2018

Bildquelle: Ankush Minda (Unsplash)

05Dez/18

OpenIng – Umfrage zu Open Access und Open Educational Resources in den Ingenieurwissenschaften

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Noch bis zum 15. Dezember bittet das an der TU Darmstadt angesiedelte BMBF-Projekt „OpenIng – OA und OER in den Ingenieurswissenschaften“ um die Teilnahme an einer Umfrage. Ziel der Umfrage ist es, rechtliche, organisatorische, reputationsbezogene und finanzielle Barrieren zu ermitteln und dabei einen besonderen Blick auf mögliche Synergien von OA und OER zu werfen.

04Dez/18

Digitale Kompetenzen für Learning Professionals

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Beitrag kommt schnell auf den Punkt. Sabine Seufert und Christoph Meier (Universität St.Gallen/ scil) bieten uns drei Perspektiven an, um die digitalen Kompetenzen von Learning Professionals zu strukturieren:

„- Kompetenzen zur Umsetzung eines erweiterten Leistungsportfolios (z. B. Formen technisch unterstützten Lernens),
– Kompetenzen zur Optimierung des L&D-Leistungsprozesses (z. B. Prozessautomatisierungen) und schliesslich auch
– Kompetenzen zur Veränderung von betrieblichen Lernkulturen (z. B. Stärken der Eigenverantwortung in Lernprozessen).“

Effektive Lernangebote und effiziente Lernprozesse entwickeln und den organisationalen Wandel managen. Digitalisierung als Thema und Treiber. Beim Stichwort „Lernkultur“ lohnt ein Blick auf das Beispiel der Swisscom („My Digital Fitness@Swisscom“).
Sabine Seufert und Christoph Meier, in: Karlheinz Schwuchow und Joachim Gutmann (Hg.): HR-Trends 2019. Strategie, Digitalisierung, Diversität, Demografie. Freiburg/ München/ Stuttgart: Haufe Gruppe, S. 253–265 (preprint)