06Dez/21

„New Normal“ – ein gemeinsamer Weg!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Untertitel hat mich neugierig gemacht: „Erkenntnisse und Einsichten nach der Corona Krise aus Sicht des Knowledge Management der Otto Group“. Juliane Dieckmann, Head of Otto Group Digital & Consulting Knowledge Management, schildert hier, wie der Konzern bzw. ihr Bereich sich in den letzten Monaten den neuen Rahmenbedingungen gestellt haben. Meine Zusammenfassung ihrer Erfahrungen: Man hat viele neue digitale Instrumente ausprobiert und sowohl ihre Vorteile (Schnelligkeit, Reichweite) wie auch die Herausforderungen (zunehmende Passivität, Unverbindlichkeit, fehlende Diskurse) kennengelernt. Deshalb wird man weder zum „old normal“ zurückkehren noch alle traditionellen Präsenz-Formate einfach über Bord werfen. Schließlich:

„Welche konkreten Ausprägungen und Standards das „New Normal“ in der post-Corona Arbeitswelt letztendlich mit sich bringen wird, und welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen, wird sich daher in den nächsten Monaten zeigen.“

Der Beitrag findet sich übrigens im Dossier „Wissensmanagement – NEW NORMAL“ der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), das zum KnowledgeCamp 2021 (#gkc21) herausgegeben wurde und offen im Netz zugänglich ist.
Juliane Dieckmann, Dossier „Wissensmanagement – NEW NORMAL“, Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), November 2021

06Dez/21

Wer in die Zukunft führen will, muss schon mal da gewesen sein – CLC-Projekt #MeinZiel22

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Corporate Learning Community (CLC) ist ein Raum, um gemeinsam Dinge auszuprobieren und so neue Erfahrungen zu sammeln und neue Kompetenzen zu erwerben. Auf dieser Grundlage, so die Überzeugung, kann man glaubwürdiger für neue Projekte, Themen und Haltungen in der eigenen Organisation eintreten. Um diesen gemeinsamen Erfahrungsraum zu füllen, veranstaltet die CLC regelmäßig Events wie BarCamps, MOOCs und pflegt regionale Netzwerke. Im nächsten Jahr soll das Projekt „#Mein Ziel22“ hinzukommen, das Karlheinz Pape in diesem Beitrag näher vorstellt.

CLC-Projekt MeinZiel22 startet im Januar
Stell dir schon jetzt die Frage, in welchem Feld Du Zukunfts-Kompetenz erwerben willst. Such Dir Themen, die Du Dir in 3 Monaten erschliessen kannst. Wahrscheinlich wird es in der großen Corporate Learning Community auch andere geben, die künftig in Deinem Gebiet unterwegs sein wollen. Gemeinsam lernt es sich ganz sicher leichter.“
Karlheinz Pape, Corporate Learning Community/ Blog, 6. Dezember 2021

 

03Dez/21

MagentaWiki – strukturiert, offen, co-creative und in-the-Flow: ist das das neue Normal?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Ich bin fest davon überzeugt, dass Wikis ein Werkzeug sind, um komplexes, dynamisches Wissen zeitgemäß und effizient zu handhaben.“ So leitet Christoph Greitemann von der Deutschen Telekom seinen Vortrag ein, den er vor ein paar Tagen auf dem KnowledgeCamp 2021 der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) gehalten hat. MagentaWiki ist überraschenderweise noch ein relativ junges, aber ambitioniertes Projekt. Es ist Mitte 2020 gestartet und umfasst heute in der englischen Version über 3.200 Themenseiten. Vorbild ist die Wikipedia und die Idee, dass es – wie in der Wikipedia – für jedes Thema nur eine Seite gibt. Funktionieren kann es, so der Initiator Christoph Greitemann langfristig nur, wenn immer mehr Mitarbeitende und Teams hingehen und das MagentaWiki ganz selbstverständlich in den Arbeitsalltag integrieren, um ihr Wissen zu dokumentieren.

Wer mehr zum Stichwort „Wikis“ wissen möchte: Es gab auf dem GfWM KnowledgeCamp 2021 noch den Vortrag von Simon Dückert: „Wikis im Wissensmanagement“.


Christoph Greitemann, Gesellschaft für Wissensmanagement, 26. November 2021

03Dez/21

Hacks, Tipps & Tricks zum Thema “Learning mit KI – die Zukunft ist bereits da”: Interview mit Dr. Daniel Stoller-Schai (HRM Hacks Podcast Episode #40)

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

KI und Bildung, das heißt, folgt man den Stichworten dieses Interviews, vor allem Effizienzsteigerung durch Automatisierung. Hinzu kommen neue Services, die bis heute so aufwendig sind, dass sie nie in der Breite umgesetzt werden konnten wie zum Beispiel individuelle Lernempfehlungen. Daniel Stoller-Schai gibt hier einen guten Überblick über verschiedene KI-Anwendungsfelder: vom automatischen Kuratieren von Lerninhalten, dem automatischen Generieren und Auswerten von Aufgaben und Tests, bis eben zu jenen Lernempfehlungen. Das Ganze verbindet er mit konkreten Tipps für Learning Professionals, die sich mit dem Thema KI auseinandersetzen wollen. Gefallen haben mir auch die Hinweise auf einzelne Startups, die hier schon aktiv sind.

Doch ein wichtiger Satz fällt aus meiner Sicht am Ende des Gesprächs, als es um die Auswirkungen der KI auf die Profession geht. Dort heißt es optimistisch: „Wenn ich als Learning Professional tatsächlich am Thema Lernen interessiert bin, kann ich mich wieder mehr auf Themen wie Pädagogik, Didaktik, Methodik, Gestaltung von Lernprozessen, Unterstützung von Lernprozessen fokussieren. Und bin befreit von den eher langweiligen Administrationsaufgaben der Vergangenheit.“ Ich hoffe, dass diese Rechnung auch so aufgeht.
Alexander R. Petsch, Gespräch mit Daniel Stoller-Schai, HRM.de, 18. November 2021

Bildquelle: geralt (pixabay)

02Dez/21

#Lernen auf einem neuen Level! Das ist uns wichtig!

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es ist (noch) nicht mehr als eine kurze Meldung. Aber da zwar viel über Learning Experience-Plattformen geschrieben wird, konkrete Unternehmensbeispiele aber häufig fehlen, kann eine kurze protokollarische Notiz nicht schaden. Sie betrifft Degreed, den derzeit prominentesten LXP-Anbieter, und die Volkswagen AG. Die Meldung stammt von Gunnar Kilian, Member of the Board of Management HR and Truck & Bus at Volkswagen AG. Auf LinkedIn schreibt er unter anderem:

„Übrigens: Degreed bündelt auf einer persönlichen Startseite personalisierte Angebote für unsere Kolleginnen & Kollegen. Neben klassischen Seminaren können das Beiträge aus Internet, 360° Volkswagen Net, YouTube oder #eBooks sein. 😎
Gunnar Kilian, LinkedIn, 1. Dezember 2021

Bildquelle: Gunnar Kilian

02Dez/21

Volkswagen setzt auf selbstbestimmtes Lernen und eine neue Lernkultur

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Volkswagen AG reiht sich ein in die Reihe der Unternehmen, die mit neuen Formen des selbstgesteuerten und kollaborativen Lernens experimentieren. Es geht um eine neue Lernkultur und eine aktivere Rolle der Lernenden. In der Case Study ist die Rede von „Learning Out Loud“ und für alle, die jetzt gleich an Working Out Loud (WOL) denken, heißt es:

„Einer der gravierenden Unterschiede zu WOL ist jedoch, dass die Teilnehmenden auch selbst lehren. Konkret: Sie sollen ihr Lernziel erreichen, indem sie für das Gelernte eine kleine Lerneinheit erstellen – ein digitales sogenanntes Learning Nugget –, das letztlich auch anderen Mitarbeitenden im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden soll.“

Sieben Wochen dauert eine LOL-Lernreise. Die einzelnen Stationen werden im Beitrag kurz vorgestellt. Sechs LOL-Zyklen hat es bei Volkswagen bisher gegeben. Noch überlegt man, welche Zielgruppen man mit der Methode am besten ansprechen kann und ob bzw. wie man sie mit formalen Qualifizierungsangeboten verbindet, ohne das Potenzial der Methode gleich einzugrenzen.
Petra Walther, Personalwirtschaft, 30. November 2021

Bildquelle: Carvermittler (pixabay)

02Dez/21

By The Numbers: MOOCs in 2021

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Es sind wirklich nur Zahlen, die Dhawal Shah hier präsentiert, aufgeteilt in Kurse, Online-Degrees und Microcredentials. Spektakuläre Entwicklungen oder gar „Sprünge“ sind nicht zu verzeichnen. Auch die Geschäftsmodelle der MOOC-Plattformen scheinen sich eingependelt zu haben. Aber vielleicht hat sich der Autor noch etwas für einen weiteren Beitrag aufgehoben.

„Ten years ago, over 300k learners were taking the 3 free Stanford courses that kicked off the modern MOOC movement. I was one of those learners.
Now, a decade later, MOOCs have reached 220 million learners, excluding China. In 2021, providers launched over 3100 courses and 500 microcredentials.
In 2021, 40M new learners signed up for at least one MOOC, compared to 60M (fueled by the pandemic) in 2020.“


Dhawal Shah, The Report by class central, 1. Dezember 2021

Bildquelle: class central

02Dez/21

Stellenausschreibungen im Bereich digitaler Hochschullehre

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Diese Woche finden Sie hier folgende Stellenausschreibungen: Hochschule Niederrhein sucht Medieninformatiker/in bzw. Medientechniker/in mit dem Schwerpunkt digitale Tools für die Lehre +++ Stelle als akademische/r Mitarbeiter/in für die Entwicklung und Implementierung eines E-Tutoren-/E-Tutorinnen-Qualifizierungsprogramms an der PH Ludwigsburg zu vergeben +++ Akademische/r Mitarbeiter/in für Global Awareness Education an der Universität Tübingen gesucht +++ Zwei Stellen als Junior Referent/in „Bildung der Zukunft“ an der Universität zu Köln zu besetzen

02Dez/21

Content vor Infrastruktur

Quelle: Dotcom-Blog Autor: gibro

Bei der Einführung von Moodle in Organisationen ist mir aufgefallen, dass die sogenannten Early Adopters meist nicht mehr brauchen, als die Infrastruktur, den Rest eigenen sie sich selbst an und nutzen anschließend moodle für ihre Zwecke. Sie sind experimentierfreudig und machen per Trial and Error ihre Erfahrungen. Sie sind leidensfähig genug, um das Scheitern in Erfahrung zu verwandeln.

Early Adopters sind aber selten. Die überwiegende Zahl lässt sich nur schwer motivieren mit Moodle zu arbeiten. Sie brauchen einen anderen Zugang, um ein digitales Werkzeug für sich und ihre Pädagogik zu erschließen. 

Content, konkrete Beispiele, fertige Quizze, H5Ps oder ganze Moodlekurse sind für die überwiegende Mehrheit ein motivierender Einstieg. 

Das gilt übrigens auch für Digitale Werkzeuge jenseits von Moodle. Sobald eine Lerneinheit gemeinsam erlebt wurde, wntsteht schnell die Bereitschaft, sich auch selbst an solche Werkzeuge heranzutrauen.

Neben der Bereitstellung fertiger digitaler Inhalte ist die gemeinsame Umsetzung im Seminarraum eine weitere Unterstützung, um sich auf neue digitale Bildungsprozesse einzulassen.

Gemischte Teams, in denen sich die unterschiedlichen Fähigkeiten abbilden, sind vermutlich die beste Fortbildung für Lehrende, die sich unsicher im Einsatz digitaler Medien fühlen.

Beispiele jenseits von Moodle gibt es zahlreiche. Das Cryptpad zum kollaborativen Arbeiten, beispielsweise zur Entwicklung einer Präsentation, um dem Plenum das Ergebnis einer Internetrecherche zu vermitteln. Klingt so trivial dahingeschrieben. Wenn man es im Seminarraum wirklich erfolgreich durchführen will, geht es um mehr als die Beherrschung des Cryptpads. Die Wahl des Endgeräts, eine Einführung in die Möglichkeiten der Software, eventuelles anlegen von Vorlagen, auf die zurückgegriffen werden kann, Formulierung einer konkreten Aufgabenstellung. All das muss bedacht werden. Die Betreuung der Gruppen, auch jenseits der Technik (die wenigsten haben Erfahrungen mit kollaborativen Arbeitsumgebungen, in denen Dateien nicht mehr gespeichert werden) ist mit eine der wichtigsten Aufgaben der Referentinnen. 

Kurzum, solche Erfahrungen im Team gemeinsam zu reflektieren und weiterzugeben, ersetzt jede gute Fortbildung. 

Tltr: Wenn du willst, dass digitale Transformation auch im Bildungsprozess stattfindet, reicht es nicht, die Infrastruktur bereitzustellen und die Lehrenden zu schulen. Du brauchst guten einfach weiterzunutzenden Content, best practise (gut dokumentiert in ZIM Papieren) und du brauchst teamteaching um voneinander zu lernen und die konkrete Umsetzung im Seminarraum zu erleben.

01Dez/21

Why Udemy Could Be The Hottest Company In Corporate Learning

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In Corporate Learning besitzt Udemy nicht die Wertschätzung, die Kursanbieter wie LinkedIn Learning, Coursera oder Udacity genießen. Zu Unrecht, wie Analyst Josh Bersin meint. Denn als Plattform, die es ExpertInnen ermöglicht, eigene Inhalte zu publizieren („creator platform“), besitzt Udemy die aktuellste und umfassendste Kursbibliothek. Die besten Kurse, also die Kurse, die Nutzer am häufigsten buchen und am besten bewerten, fasst Udemy dann als „Udemy Business“ für Geschäftskunden zusammen. Und das Marktplatz-Modell von Udemy scheint immer besser zu funktionieren. Josh Bersin hat hier sogar schon einen Trend ausgemacht, der auch TikTok und YouTube einschließt: „The Creator Economy for corporate learning has clearly arrived“

„The Udemy content market is large and growing. Today the marketplace has 183,000 courses and serves more than 44 million users globally. Udemy has delivered 594 million enrollments, has 8,600 corporate customers, and hosts more than 65,000 instructors. And the top-rated courses go into Udemy Business, the business offering sold directly to companies.

As with Airbnb, eBay, and every other marketplace, this economic model disrupts the traditional publishers. …

Why does this work so well? Because once you build a great platform, a marketplace always outperforms a “manager-led” model. Yes, vendors like LinkedIn or Coursera have smart people so they build excellent content. But it’s hard for them to keep up with a marketplace, and they can’t tap into millions of experts in each topic.“
Josh Bersin, 30. November 2021