01Dez/16

Heute geht es los: Adventskalender „24 Türchen … zur Bildung im digitalen Zeitalter“

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Warum sind digitale Medien eine Chance für die Bildung? Warum engagieren Sie sich in diesem Bereich? Welche Beispiele finden Sie besonders gelungen? 24 Expertinnen und Experten äußern sich bis Weihnachten auf e-teaching.org per Videobotschaft zu diesen Fragen.

Im diesjährigen Adventskalender kommen dabei ganz unterschiedliche Menschen zu Wort: Lehrende, Forscherinnen und Forscher, Hochschulleitungen, Politikerinnen und Politiker und viele andere geben Einblicke in ihre sehr verschiedenen Perspektiven. Einer der Beiträge kam übrigens erstaunlicherweise nicht von einem Menschen … lassen Sie sich überraschen!

Die Videos werden von 1. bis 24. Dezember im e-teaching.org-Adventskalender veröffentlicht. Wenn Sie täglich über neue Türchen informiert sein möchten, abonnieren Sie uns einfach per Twitter oder Facebook.

Zum Adventskalender

01Dez/16

News aus den Hochschulen

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Diese Woche u.a. mit dem 20-jährigen Jubiläum des Deutschen Bildungsservers, dem E-Learning-Netzwerktag der Goethe-Universität Frankfurt, den Online-Klausuren fürs Fernstudium der Hochschule Bad Honnef und dem E-Teaching-Award 2016 der TU Darmstadt.

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Deutscher Bildungsserver feiert 20. Geburtstag

Der deutsche Bildungsserver feiert in diesen Tagen sein zwanzigjähriges Bestehen. Im Blog des Informationsportals wurde anlässlich des runden Geburtstags ein Special zum Thema angelegt. Vier Wochen lang gibt der Bildungsserver so einen Einblick in seine Arbeit, stellt das Redaktionsteam und Kooperationspartner vor und ermöglicht es Expertinnen und Experten, sich zu Bildungsfragen zu äußern. Der Deutsche Bildungsserver ist ein Informationsportal zum Bildungswesen in Deutschland und wird vom Bund und allen sechzehn Bundesländern getragen.
Quelle: blog.bildungsserver.de

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Programm zum 11. E-Learning-Netzwerktag der Goethe-Universität Frankfurt steht fest

Am 13. Dezember findet der jährliche E-Learning-Netzwerktag zum Einsatz digitaler Medien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Dort stellen Fachbereiche und studentische Initiativen aktuelle E-Learning-Projekte der Universität vor. Die Keynote-Vorträge werden in diesem Jahr gehalten von Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg), der „Indizien für die besondere Rolle der Präsenz im E-Learning“ vorstellt und von Ralph Müller-Eiselt (Bertelsmann Stiftung), der seine Ideen zur „Digitalen Bildungsrevolution“ erläutert. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt online.
Quelle: studiumdigitale.uni-frankfurt.de

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Hochschule Bad Honnef führt Online-Klausuren fürs Fernstudium ein

Die Internationale Hochschule Bad Honnef (IUBH) führt ab Dezember 2016 für alle Fernstudiengänge sogenannte Online-Klausuren ein. Studierende sind so an keine zeitliche Vorgabe gebunden und können die Prüfungen jederzeit (365 Tage im Jahr) und ohne vorherige Anmeldung von Zuhause aus ablegen. Die Online-Klausur stellt demnach eine Weiterentwicklung der E-Klausur da, bei der Studierende zu einem festen Termin und örtlich gebunden an einer Prüfung am PC der Hochschule teilnehmen. Die Möglichkeit für Studierende, ihr Studium mit Online-Klausuren flexibel einzuteilen, soll vor allem Berufstätige und Mütter entlasten. Die private Internationale Hochschule Bad Honnef (IUBH) bietet über 20 verschiedene Bachelor- und Masterstudiengänge im Fernstudium an.
Quelle: iubh.de

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TU Darmstadt verleiht E-Teaching-Award 2016

Am 23. November 2016 wurden im Rahmen des Tags der Lehre an der TU Darmstadt die Preisträger des E-Teaching-Awards 2016 gekürt. Das Gewinnerteam besteht aus einer dreiköpfigen interdisziplinären Arbeitsgruppe aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, Humanwissenschaften und Mathematik. Gemeinsam entwickelten sie das Moodle-Plug-in “MoodlePeers“ für den Einsatz in Mathematik-Vorkursen. Das Plug-in errechnet eine optimierte Zusammensetzung von Lerngruppen und soll so zum bestmöglichen Lernerfolg führen. Unter der Berücksichtigung von Motivation, Vorwissen und Persönlichkeitsmerkmalen seitens der Studierenden entstehen so Arbeitsgemeinschaften, die bessere Ergebnisse erzeugen als gewöhnlich zusammengestellte Gruppen. Der E-Teaching-Award ist mit 8.000 Euro dotiert.
Quelle: e-learning.tu-darmstadt.de

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Call for Posters zur ICM-Konferenz „Inverted Classroom and Beyond“

Im Rahmen der ICM-Konferenz „Inverted Classroom and Beyond“ am 21. und 22. Februar 2017 wird es erstmals eine Ausstellung von themenbezogenen Postern geben. Im Fokus der Konferenz an der Philipps-Universität in Marburg stehen die Neuerungen der Digitalisierung der Lehre an Schulen und Hochschulen. Ziel ist es, die reflektierte Betrachtung und Evaluierung des Inverted-Classroom-Modells anzustoßen und weiter voranzutreiben. Neben vier Keynote-Vorträgen werden Workshops in den Bereichen Online-Lehr- und Lernformate, Videoproduktion, Open Educational Resources, Präsenzlehre im digitalen Zeitalter, Flexibilisierung, Individualisierung und Wirksamkeit angeboten. Dazu thematisch passende Poster-Vorschläge können bis zum 9. Januar 2017 eingereicht werden. Weitere Informationen zum Call for Posters finden Sie online.
Quelle: invertedclassroom.wordpress.com

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Universität Mainz startet Blog zu europäischen Mobile-Learning-Projekt

Die Universität Mainz beteiligt sich gemeinsam mit Hochschulen aus Österreich und Portugal an dem europäischen Mobile-Learning-Projekt MINE (mobile learning in higher education). Die Verantwortlichen haben nun einen Blog zum Projekt gestartet, der Einblicke in das Projekt gewährt und Erfahrungen, Gedanken und Best-Practices mit der interessierten Öffentlichkeit teilt. Das Projekt MINE hat sich die Förderung des Einsatzes von mobilen Technologien in der Hochschulbildung zum Ziel gesetzt. Auf dieser Idee basierend sollen Lehrpläne für Lehrende und Lernende, sowie OER erstellt werden, die den Beteiligten die nötigen Kompetenzen zur optimalen Nutzung mobiler Technologie vermitteln.
Quelle: blog.mine-project.eu

 

Was gibt es an Ihrer Hochschule Neues in Sachen Digitalisierung?
Die Redaktion freut sich über Post an feedback@e-teaching.org oder Beiträge auf unserer Facebook-Seite.

30Nov/16

Mitarbeiter/in für E-Learning Support an der Hochschule Koblenz

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

An der Hochschule Koblenz wird für das Verbundprojekt „work&study“ ein/e Mitarbeiter/in für E-Learning-Support gesucht. Erfahrung im Bereich Medienproduktion sowie in der visuellen Aufbereitung und Gestaltung von E-learning-Inhalten werden vorausgesetzt. Die Vollzeitstelle (E 11 TV-L) ist bis zum 31.01.2018 mit Option auf Verlängerung befristet zu besetzen.

Über das Projekt: „work&study“ ist ein Verbundprojekt der Hochschulen Koblenz, Worms, Bonn-Rhein-Sieg und der htw saar mit dem Ziel ein Bildungsangebot zu entwickeln, das sich aus polyvalenten Modulen der beteiligten Hochschulen zusammensetzt und sog. „nicht-traditionelle“ Zielgruppen adressiert.

Aufgaben

  • Erstellung von E-Learning-Content zu wirtschaftswissenschaftlichen Modulen
  • Medienproduktion, z.B. Erstellung von Lernvideos, Screencast, Animationen, Grafiken etc.
  • Implementierung und Verwaltung aller Medieninhalte im Lernmanagementsystem Open OLAT

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium, optimaler Weise mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt
  • Erfahrung bei der Konzeption, der Umsetzung und dem Support von E-Learning-Projekten und in der Medienproduktion bzw. die Bereitschaft sich in diese einzuarbeiten
  • Kenntnisse in der visuellen Aufbereitung und Gestaltung von E-Learning-Inhalten (Storyboarding, Adobe Creative Suite)
  • Wünschenswert sind Erfahrungen im Umgang mit Lernmanagementsystemen (vorzugsweise Open OLAT) sowie Programmierkenntnisse (HTML 5, CSS)
  • Fähigkeit sich schnell in unterschiedliche Themenbereiche einzuarbeiten und diese didaktisch umzusetzen
  • Erfahrungen als E-Learning-Autor und / oder eigene Lehrerfahrungen sind wünschenswert
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie ziel- und lösungsorientiertes Arbeiten

Bewerbung an den Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. H. Reinemann Hochschule Koblenz, Konrad-Zuse-Str. 1, 56075 Koblenz
Bewerbungsschluss: 20.12.2016
Vertragsdauer: zunächst bis zum 31.01.2018
Vergütung: bis Entgeltgruppe E 11 TV-L

Weitere Details können der kompletten Stellenausschreibung entnommen werden.

Bildquelle auf Facebook: Hochschule Koblenz, Moderne Architektur: Der RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz, CC BY-SA 3.0

30Nov/16

„Social Media-Kommunikation ist im Zweifelsfall komplexer als man denkt!“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

Das Redaktionsteam des Deutschen Bildungsservers stellt sich vor.

Christine Schumann

Christine Schumann

Christine Schumann hat an der Universität Tübingen Germanistik (Linguistik), Spanisch und Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie arbeitet seit 20 Jahren in der Wissenschaftskommunikation und ist seit April 2016 für das Social Media Management beim Deutschen Bildungsserver zuständig

 

 

Wann bist Du zum Team des Deutschen Bildungsservers gestoßen?

Im Sommer 2002. Das DIPF suchte jemanden für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bildungsservers, eine Aufgabe, die ich gerne übernommen habe; mein vorheriger Arbeitgeber, das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE), ist zu dieser Zeit nach Bonn umgezogen. 2008 dann wurde ich Teil des neu gegründeten Referats Kommunikation. Nach acht Jahren stellvertretender Leitung dort bin ich seit April 2016 nun wieder im DBS-Team.

Welche Aufgabengebiete oder Themen betreust Du beim Deutschen Bildungsserver? Was interessiert Dich persönlich daran?

Mein Thema ist noch immer Kommunikation – jetzt über Social Media-Kanäle. Seit 2008 wurden im Rahmen eines innovativen Projekts beim DBS sehr viele Web 2.0-Angebote aufgebaut, in der Folge dann auch Profile bei Facebook und Twitter. Meine Aufgabe ist es, die Kanäle inhaltlich neu zu justieren und für jeden Kanal die passenden Themen zu identifizieren. Ich muss also eine Strategie für unsere Social Media-Kommunikation entwickeln und darüber nachdenken, welche Themen und Inhalte unsere Nutzer/-innen interessieren, welche Themen aus unserem Arbeitsumfeld wir wie aufbereiten und mit welchen DBS-Informationen wir uns an aktuellen Bildungsdiskussionen beteiligen können. Social Media-Kommunikation ist im Zweifelsfall komplexer als man denkt! Und sie ist so unmittelbar: Man weiß ziemlich schnell, ob die gerade verbreitete Nachricht auf Interesse stößt… oder eben nicht. Ganz anders als in der „klassischen“ PR oder Kommunikation. Toll finde ich auch, dass ich – wie jetzt im November im bildungsserverBLOG – die Menschen hinter der Arbeit zeigen kann: Was sie an ihrer Arbeit interessiert, warum sie sie machen und auch warum sie sie wichtig finden.

Wie bist Du zu den Aufgaben/Themen gekommen?

Zwanzig Jahre Erfahrung in der Kommunikation scheinen einen doch auch für die Arbeit in sozialen Medien zu qualifizieren… . Im Ernst: Zu wissen wie die Arbeitsweisen und Abläufe in einem Team oder einer Abteilung sind, hilft bei der Entwicklung und Durchsetzung von neuen Ideen und Strategien – auch in der Kommunikation. Auch Aufgeschlossenheit und Neugierde mögen eine Rolle gespielt haben. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich nach Jahren der klassischen PR-Arbeit beim DBS die Chance bekommen habe, in den Social Media-Bereich mit seiner direkteren und schnelleren Kommunikation zu wechseln.

Was hat sich in der Arbeit beim Deutschen Bildungsserver verändert, seit Du hier bist? Gibt es eine Art Entwicklungslinie?

Als Kommunikationsfrau habe ich natürlich vor allem Aspekte der Gestaltung im Blick. In den DBS-Relaunch 2006 war ich stark involviert, und jetzt sind die Arbeiten für den nächsten umfassenden Relaunch wieder im Gange. Vielleicht ein wenig spät, große Onlineportale müssten eigentlich alle fünf Jahre an die jeweils herrschende Ästhetik angepasst werden. Aber der Deutsche Bildungsserver ist ein wenig wie ein schwerer Tanker – sehr zuverlässig und nicht ganz leicht zu steuern. Andererseits gibt es ohne eine gewisse Beharrlichkeit auch keine Kontinuität: Die hohe Qualität und Verlässlichkeit seiner Informationen wären nicht möglich ohne das über lange Jahre geschaffene Netzwerk und die fruchtbare Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Partnern – Akteuren und Institutionen, auch aus der Bildungspolitik. Es ist viel Abstimmung und Sensibilität vonnöten, um einen so beständigen Informationsfluss über eine so lange Zeit hinweg zu gewährleisten. Das mag nicht immer aufregend sein, ist aber extrem wichtig!

Was melden Dir Kooperationspartner oder Nutzer zurück?

Social Media-Kommunikation ist ja schnelllebig und in Teilen auch ein wenig oberflächlich. Posts werden gescannt und geliket, man nimmt wahr, wer was wozu sagt. Es hat manchmal etwas von einer ständigen Selbstvergewisserung. Aber bestechend ist der Community-Geist: Es ist gut, Teil eines Netzwerks zu sein und über Twitter Einladungen zu Tagungsbeteiligungen zu bekommen oder seine „Follower“ und Freunde über ein Gewinnspiel kennen zu lernen. Und meine Erfahrung zeigt auch, dass das funktioniert. Ich denke, dass unsere Nachrichten auf eine gute Resonanz stoßen.

Was wünschst Du dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Dass die Kolleginnen und Kollegen auch weiterhin so engagiert und beständig für die Bildungsinformation einstehen und dass ihnen die Arbeiten für den Relaunch im Sommer 2017 gut von der Hand gehen! Und noch was – ganz wichtig: Das Pendel zwischen Verlässlichkeit und aktuellen Moden darf ruhig öfters mal in Richtung Zeitgeist ausschlagen!

30Nov/16

Micro-learning: the next big bad idea

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Punkt ist: Wenn ein großer Inhalt (Kurs, Programm) in kleine Stücke geteilt wird (Learning Nuggets), entsteht nicht Microlearning. Nick Shackleton-Jones: “The content does not become more useful by breaking it into smaller pieces. This is the problem with ‘micro-learning’.” Deshalb plädiert er für “resources”, die schnelle Antworten auf alltägliche Probleme und Fragen bieten. Der Fingerzeig ist hilfreich, wenn auch die Verwendung der Begriffe ein bisschen tricky ist. Deshalb lohnen auch die vielen Kommentare zum Artikel einen Blick.
Nick Shackleton-Jones, LinkedIn/ Pulse, 24. November 2016

29Nov/16

„Wir wissen um die Lernfähigkeit im Alter und machen uns daher um den Bildungsserver keine Sorgen“

Quelle: bildungsserver Blog Autor: Schumann

FRAGEN AN

Dr. Peter Brandt

Dr. Peter Brandt

 

 Dr. Peter Brandt, Leiter des Daten- und Informationszentrums am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) und Redaktionsleiter der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung. Wir sprechen mit ihm über Erwachsenenbildung, den Deutschen Bildungsserver und die Zusammenarbeit beim InfoWeb Weiterbildung und der FIS Bildung Literaturdatenbank.

 

 

Herr Brandt, das DIE wendet sich mit seiner Arbeit an die Lehrenden und Forschenden in der Erwachsenenbildung. Werden auch die Lernenden selbst in den Blick genommen?

Das DIE betrachtet das Lernen und die Bildung von Erwachsenen als Produkt eines bestimmten Handlungsfeldes, in dem es Einrichtungen, Verbände und vor allem pädagogisch tätige Menschen gibt. Und diese Menschen, ich nenne sie mal Multiplikatoren, sollen mit möglichst validen Erkenntnissen darüber versorgt werden, wie das Lernen und die Bildung Erwachsener verbessert werden kann. Und an genau sie richtet sich das DIE mit seiner Forschung und seinen Angeboten. Obwohl es letztlich um die Lernenden geht, kommen sie doch nur indirekt in den Blick.

Also, keine Regel ohne Ausnahme?

Doch! Mit dem ProfilPASS, einem Instrument, mit dem Menschen ermitteln können, über welche Kompetenzen sie verfügen – egal ob in Bildungseinrichtungen, Familie oder Freizeit erworben – richten wir uns an die breite Bevölkerung. Er ist im Rahmen einer Projektförderung von Bund und Ländern in den frühen 2000er Jahren entstanden (übrigens unter Beteiligung des DIPF!) und ist unser Produkt mit der größten Reichweite. Seit einigen Wochen gibt es ihn auch zum kostenlosen Download – einer unserer Beiträge zum offenen Zugang zu Bildungsmaterialien.

Ein wichtiger Aspekt der gemeinsamen Arbeit ist auch die Datenlieferung. Zu welchen Angeboten trägt das DIE grundlegende Daten bei?

Ja, Datenlieferungen durch Partner wie uns sind die scheinbar spröde Voraussetzung für überzeugende Informationsprodukte, wie sie das DIPF über seine Informationsinfrastrukturangebote bereitstellt. Das gilt zum Beispiel für das InfoWebWeiterbildung, die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse, zu der das DIE Deutschlands einzige Datenbank mit Train-the-Trainer-Angeboten beiträgt (Qualidat). Noch viel mehr trifft das für die Literaturdatenbank FIS-Bildung zu: Das DIE steuert hier seit Jahren wesentliche Anteile der Metadaten zur erwachsenenpädagogischen Literatur bei. Und auch an den erwachsenenpädagogischen Dossiers auf dem Deutschen Bildungsserver selbst haben wir in den letzten Jahren immer mal wieder mitgewirkt. Wir machen all das gerne, auch wenn die Rolle des Zulieferers nicht immer eine dankbare ist, zumindest keine, mit der man viel „Ruhm und Ehr“ erreicht.

Profitiert das DIE auch vom Datenaustausch?

Über FIS-Bildung erreichen unsere Literaturdaten deutlich höhere Reichweiten, das ist schon mal ein positiver Effekt. Und ganz erheblich erleichtert wird unsere Zuarbeit durch die Unterstützung, die wir umgekehrt vom DIPF erfahren, etwa für unser Portal wb-web, mit dem wir erwachsenenpädagogische Lehrkräfte vernetzen und informieren. Auch beim InfoWeb Weiterbildung deutet sich eine solche Unterstützung an, da das DIE derzeit die Möglichkeiten prüft, die vielen Kursdaten, die dort zugänglich sind, für Forschungszwecke zu archivieren und als Forschungsdaten aufzubereiten. Das DIPF ist hierbei ein unterstützender Partner.

Im November hat die OER-Infostelle ihre Arbeit am DIPF aufgenommen. Welchen Part übernimmt dabei das DIE?

Das OERinfo-Projekt und die zugehörige Förderwelle ist eine große Chance für den Bildungsbereich. Endlich können Informationen rund um die Nutzung freier Lernmaterialien in größerem Stil zusammengetragen und geteilt werden. Dem DIE kommt dabei die Rolle zu, bildungsbereichsspezifisch zur zentralen Transferstelle beim DIPF beizutragen. Wir werden versuchen, Erwachsenen- und Weiterbildung von den Chancen zu überzeugen, die OER bieten, zugleich aber auch die Risiken und Vorbehalte klar benennen (lassen). Dabei kommt uns die Feldnähe zugute, die das DIE seit jeher auszeichnet. Besonders mit den Kursleitenden und Trainern können wir über unser Portal wb-web einen guten Austausch darüber hinbekommen. Dass das DIPF bei OERinfo einen zentralen Part übernimmt und über alle Bildungsbereiche hinweg Infrastrukturen vorhält, ist nur folgerichtig. Für den Bund der Steuerzahler wäre es nicht erklärlich, wenn hier Doppel- und Dreifacharbeiten entstünden.

Was wünschen Sie dem Deutschen Bildungsserver zum 20. Geburtstag?

Mit 20 hat man die Pubertät ja schon länger hinter sich und startet voller Optimismus ins pralle Leben. Die optische Auffrischung, die dem Bildungsserver bevorsteht, kommt in dieser Logik vielleicht etwas zu früh, medizinisch ist sie aber wohl unstrittig zu verordnen gewesen. Wie alt der Bildungsserver damit werden kann, darüber entscheiden nicht zuletzt die User und die Algorithmen im Netz, die diese lenken. Noch sind wir weit davon entfernt, dass Google die besseren Ergebnisse zu Bildungsthemen liefert als der Bildungsserver mit seiner kompetenten Redaktion. Aber irgendwann könnte es soweit sein. Dann braucht der Bildungsserver vielleicht einen veränderten Auftrag. Als Erwachsenenbildner wissen wir um die Lernfähigkeit bis ins hohe Alter, deshalb machen wir uns um den Bildungsserver keine Sorgen. Bis auf weiteres wünschen wir ihm die verdient hohe Reichweite und dem Team viel Freude und Kreativität.

29Nov/16

Open Education – die ewig Unvollendete

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Openness lautet das Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe von Synergie, dem “Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” aus Hamburg. Den Aufschlag macht Markus Deimann (Fachhochschule Lübeck), der sich launig-philosophisch-kritisch dem Stand der OER-/ Open Education-Bewegung annimmt. Er möchte zur Reflexion einladen, Spannungen aufzeigen, bricht aber, gerade warmgelaufen, etwas unvermittelt ab. “Mit diesen heterogenen Verwendungsweisen wird deutlich, dass nicht von der offenen Bildung bzw. Open Education als Ganzes gesprochen werden kann, sondern dass es sich eher um ausgehandelte Manifestationen auf Grundlage bestimmter sozio-technologischer und politischer Kräfteverhältnisse handelt.” (S.17)

Weitere Autoren/ Autorinnen zum Thema Openness sind u.a. Thomas Köhler, Michael Kerres, Olaf Zawacki-Richter und Ulf-Daniel Ehlers. Den zweiten Schwerpunkt der Ausgabe bildet (natürlich) die Hamburg Open Online University (”HOOU goes on!”, Kerstin Mayrberger) mit kurzen Porträts von 20 HOOU-Projekten. Insgesamt ist das Magazin wieder wunderbar gestaltet und lädt ein, einzelne Artikel auch im Blog zu kommentieren bzw. zu diskutieren.
Markus Deimann, Synergie – Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre, 02/2016, S. 14-19 (pdf)

29Nov/16

Gratis Online Lernen – Einheit 7 „… und selber machen noch viel mehr!“ #gol

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

Der Kurs „Gratis Online Lernen“ geht bereits in die achte und vorletzte Runde (Einheit) und diesesmal wollen wir darüber reden, wie wichtig es ist Wissen zu teilen oder anderen Informationen zur Verfügung zu stellen. Also genauso wie wir es mit diesem Kurs versuchen, wollen wir es auch den Teilnehmer/innen nahe legen, ihre Expertise zu teilen. Lernen dürfen wir das ganze Leben lang, also sollten wir es auch ermöglichen. Und ganz nebenbei, lernt man dadurch selbst auch noch eine Menge. Natürlich gibt es auch einiges zu beachten, nützliche Tipps aber auch notwendige rechtliche Überlegungen. Mehr dazu im Video bzw. im Arbeitsheft!

 

CC BY Sandra Schön (BIMS e.V.) und Martin Ebner (TU Graz) | imoox.at 2014

CC BY Sandra Schön (BIMS
e.V.) und Martin Ebner (TU Graz) | imoox.at 2014

28Nov/16

Neues Lernen. Wirtschaft 4.0. 3. IHK-Fachkongress für Innovationen in der beruflichen Weiterbildung

Quelle: weiterbildungsblog Autor: jrobes

Friedrich Hubert Esser (BIBB) war sich in seiner Keynote unsicher, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Zahl der Jobs hat. Aber er sieht hier eine Chance, “die Berufsbildung in Deutschland wieder attraktiv zu machen”. Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) hatte nur 25 Minuten, um seine Sicht des Wandels vorzustellen und drückte deshalb vorsichtshalber allen Teilnehmenden ein Exemplar der “Bildungsrevolution” in die Hand. Philipp Merten (Rewe) und Ulrike Lüneburg (Siegwerk Druckfarben) präsentierten ohne Zeitdruck die Unternehmenssicht auf “Lernen 4.0″. Dann folgten Workshops. Hier spannte zum Beispiel Marbod Lemke (STIHL Training) einen interessanten Bogen von e-Learning zu Virtual Reality. Es folgten am nächsten Tag ein Innovation Slam, in dem fünf Unternehmen mit ihren Projekten um die Gunst des Publikums warben. Hier stachen Unitymedia mit dem “Digitalen Campus” und Beck et. al. Services mit Working Out Loud und Holacracy etwas heraus … Ganz am Ende gab es dann das “Streitgespräch”, bei dem ich auch aktiv werden durfte. Dabei war es sicher eine gute Entscheidung, sich nicht lange mit der Frage aufzuhalten, was denn eigentlich “Lernen 4.0″ ist, sondern gleich die Herausforderungen in der Praxis anzusteuern. Und die Veranstalter hatten wirklich noch einen Visionär gefunden, der für “Papier wird es immer geben!” eintrat. Respekt! Insgesamt ein ereignisreiches, volles Event, das den Weg nach Westerham gelohnt hat. Besten Dank!
IHK Akademie Westerham, 24./ 25. November 2016